1. Einführung in Teil IDer erste Teil der vorliegenden Arbeit beschäftigt sich mit der Entstehung und Entwicklung der unterschiedlichen Medien. Dabei werden in groben Zügen vor allem historisch-technische Aspekte beleuchtet. Vor allem trifft dies auf die Kapitel 2, 3, 4 und 6 zu. Das Kapitel 5 weicht ein wenig davon ab. Sowohl bei der Animation, als auch beim Film, Fernsehen oder Video handelt es sich um technisch-künstlerische Medien. Diese haben sich vor allem durch eine Wechselwirkung zwischen künstlerischer Aufgabenstellung und technischer Neuerung entwickelt. Solch eine Symbiose lässt sich sicherlich auch in Bezug auf andere Medien (Schrift, Noten, Audio etc.) feststellen, aber dennoch bleibt festzuhalten, dass sie hier im Bereich Animation, Film, Fernsehen, Video etc. am Deutlichsten ausgeprägt ist. Aus diesem Grund wird der Schwerpunkt in diesem Bereich auf diese Symbiose gelegt. Einen gravierenden Einschnitt bei der Entwicklung der verschiedenen Medien stellt der Einzug der Digitalisierung sowie die damit einhergehende Globalisierung und Virtualisierung1
Aufgrund dieses qualitativ-bedeutsamen Einschnittes enden die einzelnen Kapitel des ersten Teils auch bei dem jeweiligen Einsetzen der Digitalisierung der Medien und werden in den entsprechenden Kapiteln in Teil II der Arbeit fortgeführt. Somit kann dieser erste Teil in gewisser Weise als ›Entwicklungsgeschichte – Analog‹ bezeichnet werden, der zweite Teil entsprechend als ›Entwicklungsgeschichte – Digital‹. Die Trennung liegt genau auf dem Übergang zwischen analog und digital. Bevor nun in den einzelnen Kapiteln auf die verschiedenen Medien eingegangen wird, soll noch kurz der Frage nachgegangen werden, inwieweit es eine Trennung oder Polarisierung analog – digital nicht schon weitaus früher auf anderer Ebene gegeben hat. Neben der technischen Digitalisierung existiert ebenso eine begrifflich kognitive Digitalisierung. Schon die Sprache als Ausdruck des menschlichen Denkens ist in gewisser Weise als digital zu bezeichnen und somit mit der Sprache der Bits und Bytes auf technischer Ebene vergleichbar. Dazu äußert sich der Musikwissenschaftler Jobst P. Fricke:2
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